Juni 8

Hydraulische Spannsysteme im Vorrichtungsbau: Wann ROEMHELD die richtige Wahl ist

Hydraulische Spannsysteme im Vorrichtungsbau:

Wann ROEMHELD die richtige Wahl ist

Wer Werkstücke zuverlässig spannen will, hat grundsätzlich mehrere Möglichkeiten: mechanisch, pneumatisch, hydraulisch oder magnetisch. Für viele Aufgaben in der spanabhebenden Bearbeitung – besonders wenn hohe Spannkräfte bei kompakter Bauform gefragt sind – sind hydraulische Spannsysteme die überzeugendste Lösung.

ROEMHELD – HILMA·STARK ist in diesem Bereich einer der erfahrensten Hersteller weltweit. BSD Spanntechnik führt das Programm in Österreich und unterstützt Kunden bei der Auswahl und Auslegung der passenden Lösung.

Dieser Artikel erklärt, wie hydraulische Spannsysteme funktionieren, welche Vorteile sie bieten – und wann sie der richtige Weg sind.

 

Wie ein hydraulisches Spannsystem funktioniert

Das Prinzip ist einfach: Hydrauliköl unter Druck betätigt Spannzylinder, die das Werkstück fixieren. Ein zentrales Druckversorgungsaggregat versorgt alle Spanner einer Vorrichtung gleichzeitig – ein einziger Steuerbefehl spannt oder löst das gesamte System.

Was auf den ersten Blick aufwendiger klingt als ein einzelner Schraubspanner, hat in der Praxis entscheidende Vorteile:

  • Alle Spanner spannen gleichzeitig und mit definiertem Druck – keine Abweichungen durch unterschiedlich angezogene Schrauben
  • Der Spannvorgang dauert Sekunden statt Minuten
  • Die Spannkraft ist reproduzierbar – jedes Mal, bei jedem Werkstück
  • Komplexe Vorrichtungen mit vielen Spannelementen lassen sich einfach steuern

 

Was ROEMHELD im Vorrichtungsbau auszeichnet

ROEMHELD – HILMA·STARK bietet eines der umfangreichsten Programme an hydraulischen Spannelementen am Markt. Das ermöglicht es, eine komplette Vorrichtung aus einem aufeinander abgestimmten System aufzubauen – von der Druckversorgung bis zum letzten Spannelement.

Hydraulische Schwenkspanner

Der hydraulische Schwenkspanner ist das meisteingesetzte Element im Vorrichtungsbau. Er dreht seinen Spannarm beim Öffnen zur Seite – das schafft freien Zugang für das Einlegen und Entnehmen des Werkstücks. Beim Spannen dreht er zurück und klemmt das Werkstück nieder.

ROEMHELD bietet Schwenkspanner in einem breiten Kraftbereich – von kompakten Einheiten für kleine Vorrichtungen bis hin zu leistungsstarken Modellen für schwere Werkstücke. Besonderes Merkmal: die Spannzustandsabfrage per Näherungsschalter oder Drucksensor, die der Maschinensteuerung signalisiert, dass das Werkstück korrekt gespannt ist.

 

Zentrikelemente und Stützelemente

Ein gutes Spannsystem besteht nicht nur aus Spannern. Zentrikelemente positionieren das Werkstück definiert, bevor die Spanner zugreifen. Stützelemente verhindern, dass das Werkstück unter Bearbeitungskräften nachgibt.

ROEMHELD bietet beide Elemente als hydraulisch betätigte Einheiten – integriert in dasselbe Hydrauliksystem wie die Spanner. Das vereinfacht die Steuerung und erhöht die Prozesssicherheit deutlich.

 

Was kostet ein hydraulisches Spannsystem im Vergleich?

Hydraulische Spannsysteme haben höhere Anschaffungskosten als mechanische Alternativen. Der entscheidende Vergleich sind jedoch die Gesamtkosten über die Laufzeit: kürzere Rüstzeiten, weniger Ausschuss durch reproduzierbare Spannlagen und geringerer Wartungsaufwand machen die Investition in vielen Fällen schnell wirtschaftlich. Bei mittleren und hohen Stückzahlen amortisiert sich ein hydraulisches System oft innerhalb weniger Monate.

 

Hydraulische Spannsysteme in der Praxis: Wann lohnt sich der Einsatz?

Hydraulische Spannsysteme spielen ihre Stärken besonders dann aus, wenn mehrere der folgenden Punkte zutreffen:

  • Die Stückzahl ist hoch genug, dass Rüstzeit ein messbarer Kostenfaktor ist
  • Das Werkstück erfordert mehrere Spannangriffspunkte, die gleichzeitig und mit definiertem Druck spannen müssen
  • Die Bearbeitungskräfte sind hoch – etwa bei der Fräs- oder Bohrbearbeitung von Stahl oder Gusseisen
  • Die Vorrichtung soll in eine automatisierte Linie integriert werden
  • Prozesssicherheit ist kritisch – kein Werkstück darf locker gespannt in die Maschine einfahren

Für einfachere Aufgaben – leichte Werkstücke, geringe Stückzahlen, keine Automatisierung – sind oft pneumatische oder mechanische Lösungen wirtschaftlicher. Auch hier beraten wir ehrlich: nicht jede Aufgabe braucht ein hydraulisches System.

 

ROEMHELD in Kombination mit anderen Systemen

In der Praxis werden hydraulische Spannsysteme oft mit anderen Technologien kombiniert. Nullpunktspannsysteme von STARK ermöglichen den schnellen Wechsel ganzer Vorrichtungen – die Vorrichtung selbst wird hydraulisch gespannt, aber in Sekunden auf dem Maschinentisch fixiert und gewechselt.

Für große Werkstücke – etwa Großformen oder Pressenwerkzeuge – bieten wir Lösungen bei denen Standard-Spannelemente an ihre Grenzen kommen. BSD Spanntechnik kann herstellerübergreifend die beste Kombination für Ihre Aufgabe finden.

 

Unser Tipp: Erst die Aufgabe verstehen, dann das System wählen

Die häufigste Fehlerquelle bei der Auswahl von Spannsystemen ist, zu früh auf ein bestimmtes Produkt festzulegen. Die richtige Frage ist nicht „Welchen Schwenkspanner nehme ich?“ – sondern: Was soll gespannt werden, wie oft, unter welchen Kräften, und wie sieht der Prozess danach aus?

Genau das besprechen wir mit Ihnen. Als Ihr Partner in Österreich – persönlich, herstellerübergreifend und mit konkretem Blick auf Ihre Fertigung.

Interesse an einer konkreten Lösung für Ihre Fertigung?

Wir beraten Sie persönlich – herstellerübergreifend und mit Blick auf Ihre spezifische Aufgabe.

BSD Spanntechnik GmbH

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